Bewegendes Geständnis Rosenheim-Cops-Star Karin Thaler spricht über die Spielsucht ihrer Mutter und einen schmerzhaften Weg

Vom allerersten Drehtag an und damit seit insgesamt knapp 25 Jahren ist Thaler die gute Seele bei den “Rosenheim-Cops”. Doch im echten Leben wurde sie durch die Spielsucht ihrer Mutter beinahe in den finanziellen Ruin getrieben.

“Ich habe das damals vielleicht noch nicht wirklich begriffen, aber heute weiß ich: Sie war krank und sie war manisch-depressiv”, gestand Thaler im Gespräch mit Moderatorin Kim Fisher (57). “Sie hat mich als ihre Tochter wirklich sehr benutzt, verletzt und immer belogen.”

Trotzdem sei die Liebe zu ihrer Mutter lange Zeit stärker gewesen als die Vernunft, erzählte die Schauspielerin.

“Ich war auch co-abhängig, wie ich sehr viel später erst erfahren habe. Ich habe halt immer uns alle geschützt und geschaut, dass es niemand mitkriegt. Ich habe gelogen und ein Doppelleben geführt.”

Doch am nächsten Tage habe sie am Set immer wieder erfolgreich die strahlende Karin gespielt, die immer gute Laune hat.

Um ihre Mutter vor dem Gefängnis zu bewahren, zahlt Karin Thaler ihre Schulden
In diesem Jahr erscheint die 600. Folge "Rosenheim-Cops". Karin Thaler ist von Beginn an dabei. (Archivfoto)
In diesem Jahr erscheint die 600. Folge “Rosenheim-Cops”. Karin Thaler ist von Beginn an dabei. (Archivfoto)  © ZDF und Christian A. Rieger.

Wie groß der Bedarf an Bargeld ihrer Mutter war, erfuhr Karin Thaler dann eines Tages, als sie von Dreharbeiten auf den Malediven nach Hause kam.

“Ich bekam einen Brief von einer Kollegin meiner Mutter, in dem stand, dass meine Mutter 193.000 Mark unterschlagen hat.”

Um ihre Mama vor dem Gefängnis zu bewahren, unterschrieb Thaler eine Bürgschaft und arbeitete die nächsten Jahre beinahe ausschließlich dafür, die Schulden ihrer Mama abzuzahlen.

Am Ende war die Erkrankung jedoch stärker: Nach dem gescheiterten Versuch, einen Supermarkt zu erpressen, wurde ihre Mutter zu einer Haftstrafe verurteilt.

“Ich kann gar nicht sagen, warum ich trotz allem so lebensfroh und lebenslustig bin”, sagte Thaler lächelnd. “Das ist halt mein Naturell.”

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